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Vom Löwen, der nicht schreiben konnte
Eine Geschichte der Unterstufen der Helene-Haeusler-Schule, August 2010

Herzlich willkommen in der großen Savanne von Afrika. Die Sonne scheint, es ist sehr warm, im Hintergrund sehen sie den Dschungel. Hier steht unser starker Löwe mit seiner wilden Mähne und seinen gefährlichen Tatzen.
Der Löwe hat dort hinten auf dem Hügel eine schöne Löwin gesehen und sich in sie verliebt.

Aber weil die Löwin in einem Buch liest, möchte er sie nicht einfach küssen, sondern ihr einen Brief schreiben. Doch der Löwe hat ein Problem: er kann noch nicht so gut schreiben.

Da hat der Löwe eine Idee!! Er will die Tiere fragen, ob sie ihm einen Liebesbrief schreiben. Da zieht er los und sucht die Tiere.

Er trifft zuerst die Affen. Oh, da muss er sich vorsichtlich anschleichen, denn die haben gerade etwas vor.

 

Jetzt traut sich der Löwe einen Affen zu fragen: „Lieber Affe, kannst du mir einen Brief für die Löwin  schreiben?“ Der Affe schreibt einen Brief und liest ihn dem Löwen vor: „Liebe Löwin, ich möchte mit dir auf Bäume klettern und Bananen essen.“ Da brüllt der Löwe „Oh nein, das hätte ich niemals geschrieben.“

Der Löwe geht weiter und sucht das nächste Tier. Er kommt an einen großen See, faul am Strand liegen da einige Schildkröten. Was machen die denn jetzt? Ich glaube, die wollen tanzen.

 

Der Löwe geht zu einer der Schildkröten hin und fragt sie höflich: „Liebe Schildkröte, kannst du mir einen Brief für die Löwin schreiben?“ Langsam schreibt die Schildkröte einen Brief und liest ihn vor: „Liebe Löwin, ich möchte mit dir tanzen und saftigen grünen Salat essen.“ Da brüllt der Löwe „OH NEIN, das hätte ich niemals geschrieben“ und zieht weiter.

Tief unten im See entdeckt er einen Schwarm bunter Fische - auch sie proben gerade einen Tanz.

 

Der Löwe ist mutig, setzt vorsichtig eine Tatze in den See und bittet den Fisch um einen Brief. Einer der Fische liest den Brief vor: “Liebe Löwin, willst du mit mir schwimmen und Algen essen?“ Und der Löwe brüllt: “OH NEIN, das hätte ich niemals geschrieben.“

Wieder muss der Löwe ein Tier suchen, das einen Brief für die Löwin schreiben kann. Am anderen Ende des Sees entdeckt er einen Schwarm eleganter Flamingos. Sie üben gerade, auf einem Bein zu stehen. Mal sehen, ob es klappt.

 

Auf allen Vieren läuft der Löwe zu einem der rosa Tiere und fragt „Lieber Flamingo, kannst du mir einen Brief für die Löwin schreiben?“ Auf einem Bein schreibt das Tier einen Brief und liest ihn vor:„Liebe Löwin, willst du mit mir auf einem Bein stehen und Schnecken essen?“ Der verzweifelte Löwe brüllt laut „OH NEIN, das hätte ich niemals geschrieben.“

Der Löwe versucht es ein letztes Mal. Er trifft auf einen Schwarm Käfer, die munter hin und her krabbeln.

 

Der Löwe geht vorsichtig zu den kleinen Käfern und bittet sie um einen Brief an die schöne Löwin. Der Käfer schreibt einen Liebesbrief auf ein angeknabbertes Blatt und liest ihn vor: „Liebe Löwin, treffen wir uns zu einem Rundflug auf der Blumenwiese?“ Der Löwe ist verzweifelt und ruft: „OH NEIN, das hätte ich niemals geschrieben.“

Traurig lässt sich der Löwe nieder und brüllt „Ich will doch die Löwin nur küssen, weil ich sie mag. Sie ist so hübsch und sieht so nett aus“.

Das hört die Löwin und schleicht sich an den Löwen, stupst ihn mit der Nase an und gibt ihm einen Kuss.

 

Sie legen sich beide in die Sonne und finden es schön, zusammen zu sein.

Alle Tiere freuen sich, dass der Löwe sich endlich getraut hat, die Löwin zu küssen.

Ansprechpartnerin: Frau Went